Firmengründung in Dubai 2026: So gründen Sie Ihre Firma in Dubai Schritt für Schritt
Von der Wahl der passenden Struktur bis zur Steuerregistrierung – rechtssicher, transparent und planbar mit Danho & Partner.
Die Firmengründung in Dubai ist für deutschsprachige Unternehmer längst kein exotischer Schritt mehr, sondern eine Entscheidung mit klaren Abläufen. Eine Lizenz steht in wenigen Tagen. Ob die Struktur trägt, entscheidet sich an anderer Stelle: bei Ansässigkeit, Banking, Steuerregistrierung und laufender Buchhaltung.
Diese Seite führt Sie durch die Strukturentscheidung, den Ablauf, die Kosten und die Pflichten, die nach der Gründung beginnen.
Bevor es um Free Zone oder Mainland geht, stehen drei Fragen. Wer sie beantwortet, hat die Entscheidung fast getroffen.
Dubai liegt an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika. Für jedes Unternehmen mit internationalen Kunden bedeutet das kurze Flugzeiten in alle Richtungen und eine Zeitzone, in der Geschäfte mit Europa am Vormittag und mit Asien am Nachmittag laufen.
Der Satz „in Dubai zahlt man keine Steuern“ ist seit Juni 2023 nicht mehr richtig. Die Belastung bleibt im internationalen Vergleich dennoch niedrig.
Aktuell: Small Business Relief bis 2029 verlängert
Mit der Ministerialentscheidung Nr. 131 von 2026 hat das Finanzministerium die Relief auf Steuerperioden ausgeweitet, die am oder vor dem 31. Dezember 2029 enden. Zuvor war sie bis Ende 2026 befristet. Die Umsatzschwelle von AED 3 Mio. aus der Ministerialentscheidung Nr. 73 von 2023 bleibt unverändert.
Wichtig bleibt: Die Relief gilt nicht automatisch. Sie ist in der Steuererklärung zu wählen, Registrierung und Aufzeichnungspflichten bestehen weiter. Qualifying Free Zone Persons und Mitglieder multinationaler Gruppen sind ausgeschlossen.
Im Video: Hannes Danho erklärt Schritt für Schritt, wie die Firmengründung in Dubai abläuft und welche Kosten im ersten Jahr und danach tatsächlich anfallen.
| Kriterium | Mainland | Free Zone | Offshore |
|---|---|---|---|
| Marktzugang VAE | unbeschränkt | eingeschränkt, Dienstleistungen meist möglich | kein Inlandsgeschäft |
| Körperschaftsteuer | 0 % bis AED 375.000, darüber 9 % | 0 % möglich bei QFZP-Status | 0 % |
| Visa | ja, an Fläche gekoppelt | ja, kontingentiert | nein |
| Kosten Jahr 1 (AED) | 30.000–80.000 | 16.000–50.000 | 10.000–20.000 |
| Typischer Fit | Retail, Gastronomie, lokale Projekte | Beratung, E-Commerce, IT, Agenturen | Holding, Vermögensschutz |
Die beiden operativen Wege behandeln wir jeweils auf einer eigenen Seite im Detail: Firmengründung in der Freezone und Firmengründung im Dubai Mainland.
Für den direkten Zugang zum Binnenmarkt ist die Limited Liability Company die verbreitetste Rechtsform. Seit den Reformen durch das Federal Decree-Law 32/2021 ist in vielen Branchen 100 % ausländisches Eigentum möglich; in strategischen Sektoren gelten Sonderregeln.
Den vollständigen Ablauf finden Sie unter Firmengründung Dubai Mainland.
In Dubai gibt es über 30 Free Zones, jede mit eigener Behörde und eigenem Schwerpunkt.
Einschränkung: Der direkte Warenhandel im Binnenmarkt läuft über Distributor, Zoll oder eine zusätzliche Struktur. Seit der Dubai Executive Council Resolution No. 11 of 2025 bestehen zusätzliche Wege für Onshore-Tätigkeiten unter Aufsicht des DET.
Welche Zone zu Ihrer Tätigkeit passt und wie der QFZP-Status abgesichert wird, erläutern wir unter Firmengründung Freezone.
Offshore-Gesellschaften über RAK ICC oder JAFZA Offshore dienen nicht dem operativen Geschäft. Sie eignen sich als Holding für Beteiligungen, für IP-Strukturen und für die Ordnung von Nachfolgefragen. Sie erzeugen kein Residence Visa und dürfen nicht im Inland tätig sein. Economic Substance Rules und UBO-Meldepflichten gelten auch hier.
Nicht jedes Vorhaben endet in den Emiraten. Wer den saudischen Markt bedienen will – im Bau, in der Industrie, im Handel oder als Zulieferer für Großprojekte – kommt an einer eigenen Gesellschaft vor Ort meist nicht vorbei. Öffentliche Aufträge setzen einen lokalen Sitz voraus.
In der Praxis sehen wir zunehmend Doppelstrukturen: eine Gesellschaft in den VAE für das internationale Geschäft und die Verwaltung, dazu eine saudische Einheit für den Marktzugang. Den Überblick finden Sie unter Firmengründung in Saudi-Arabien.
Die Wahl der Aktivität ist die Grundlage für Lizenz, Zusatzgenehmigungen und später für die Bankprüfung.
Regulierte Tätigkeiten in Gesundheit, Bildung, Finanzdienstleistungen oder Medien verlangen zusätzliche Zulassungen. Eine allgemeine Business Licence ersetzt diese nicht.
Zeitrahmen: In modernen Free Zones sind fünf bis zehn Werktage realistisch. Mainland-Gründungen dauern wegen Büro und Zusatzgenehmigungen typischerweise drei bis sechs Wochen. Bis zum einsatzbereiten Bankkonto vergehen erfahrungsgemäß zwei bis drei Monate.
Der Teil, der in Verkaufsgesprächen selten vorkommt – und der über die Kosten der ersten Jahre entscheidet.
| Pflicht | Frist | Bei Versäumnis |
|---|---|---|
| Registrierung zur Körperschaftsteuer | drei Monate ab Gründung | AED 10.000 |
| Corporate-Tax-Return und Zahlung | neun Monate nach Ende der Steuerperiode | Bußgelder und Zuschläge |
| VAT-Return, sofern registriert | 28 Tage nach Ende der Steuerperiode | Bußgelder |
| Lizenz- und Visa-Erneuerung | jährlich bzw. alle zwei Jahre | Säumniszuschläge |
| Aufbewahrung der Unterlagen | mindestens sieben Jahre | Beanstandung in der Prüfung |
Was 2027 hinzukommt: Die VAE führen die elektronische Rechnungsstellung stufenweise verpflichtend ein – große Unternehmen ab Januar 2027, die übrigen im weiteren Verlauf des Jahres. Betroffen sind auch Free-Zone-Gesellschaften. Wer die Buchhaltung heute sauber digital führt, muss später nur anschließen statt umzustellen.
Der wichtigste Satz zur Registrierung: Sie ist unabhängig vom späteren Steuersatz verpflichtend. Auch wer am Ende null Prozent zahlt, muss sich registrieren, Buch führen und eine Erklärung einreichen.
Unser Komplettpaket für eine Free-Zone-Gründung liegt bei 9.999 EUR ohne Visum und bei 12.500 EUR mit ein bis zwei Visa. Enthalten sind Lizenz, CT-Registrierung, Establishment Card, die Begleitung bei der Kontoeröffnung und ein Jahr Buchhaltung.
Laufende Kosten ab Jahr zwei: Lizenzverlängerung, Büro oder Desk, Visa-Erneuerung alle zwei Jahre, Buchhaltung und gegebenenfalls Audit. Rechnen Sie über drei Jahre mit dem Zwei- bis Zweieinhalbfachen der Gründungskosten, bevor die Struktur eingeschwungen ist.
Ohne Firmenkonto bleibt die Lizenz eine Registernummer. Banken verlangen Trade Licence, Gesellschaftsdokumente, Emirates ID, Mietvertrag, ein plausibles Geschäftsprofil und Nachweise zur Mittelherkunft.
Die Eröffnung dauert typischerweise ein bis vier Wochen, die persönliche Anwesenheit des wirtschaftlich Berechtigten ist fast immer erforderlich. Mehr dazu unter Firmenkonto Dubai.
Eine Gesellschaft in Dubai beendet die Steuerpflicht im Heimatland nicht automatisch. Geprüft werden vor allem zwei Punkte: wo die Geschäftsleitung tatsächlich stattfindet, und ob vor Ort erkennbare Substanz besteht.
Zwischen Deutschland und den VAE besteht seit Ende 2021 kein Doppelbesteuerungsabkommen. Vor dem Wegzug gehört die Wegzugsbesteuerung geprüft.
Im Video: Warum eine Gesellschaft in Dubai in Deutschland steuerpflichtig werden kann – Ort der Geschäftsleitung, Substanz und die Fehler, die wir in der Praxis am häufigsten sehen.
Die Gründung ist der kleinere Teil. Was langfristig zählt, ist der Betrieb: Verlängerungen, Visa, Buchhaltung, Steuererklärung.
Aus unserer Begleitung: Der häufigste Planungsfehler ist ein Budget, das exakt die Gründungskosten abdeckt. Wenn im zweiten Jahr Lizenzverlängerung, Visumserneuerung und Jahresabschluss zusammenfallen, entsteht ein Liquiditätsloch bei einer Gesellschaft, die längst arbeitet.
Beachten Sie besonders: Die Reihenfolge entscheidet. Erst die Ansässigkeitsfrage, dann das Geschäftsmodell, dann die Lizenz – nicht umgekehrt. Wer zuerst die günstigste Lizenz kauft, merkt beim Bankgespräch, dass die Aktivität nicht zum Geschäft passt, und zahlt für die Änderung Gebühren und Wochen.
Unser Rat: Kalkulieren Sie das dritte Jahr, nicht das erste. Und lassen Sie sich den Verlängerungspreis schriftlich geben, bevor Sie unterschreiben.
Danho & Partner Wirtschaftskanzlei LLC-FZ ist eine deutschsprachige Kanzlei mit Sitz im DIFC Dubai, Gate Village 3. Gründer Hannes Danho begleitet Unternehmer aus dem DACH-Raum seit über sieben Jahren beim Aufbau ihrer Struktur in den VAE, auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Aramäisch.
Wir arbeiten faktenbasiert: Vor- und Nachteile jeder Struktur, Risiken offen benannt, Empfehlung nur dann, wenn sie passt. Mehr zu unserer Arbeitsweise unter Über uns.
Was ist der Unterschied zwischen Free Zone und Mainland?
Die Free Zone eignet sich für internationales und Online-Geschäft, das Mainland für den direkten Zugang zum VAE-Binnenmarkt. Beide erlauben in vielen Fällen 100 % ausländisches Eigentum.
Kann eine Freezone-Firma mit Kunden im Festland arbeiten?
Dienstleistungen an Festland-Unternehmen sind in der Praxis der Normalfall. Beim physischen Warenhandel gelten besondere Regeln über Distributor, Zoll oder Zweigniederlassung.
Muss ich in Dubai wohnen?
Nein. Eine Gründung ist auch ohne Wohnsitz möglich. Für den steuerlichen Nutzen ist die tatsächliche Verlagerung des Lebensmittelpunkts allerdings entscheidend.
Muss ich mich zur Körperschaftsteuer registrieren, wenn ich 0 % zahle?
Ja. Die Registrierung ist unabhängig vom Steuersatz verpflichtend und binnen drei Monaten ab Gründung vorzunehmen. Bei Versäumnis fallen AED 10.000 an.
Wie lange gilt das Small Business Relief?
Nach der Ministerialentscheidung Nr. 131 von 2026 für Steuerperioden, die am oder vor dem 31. Dezember 2029 enden. Die Umsatzschwelle liegt unverändert bei AED 3 Mio., die Relief ist in der Steuererklärung zu wählen.
Wie schnell steht die Gesellschaft?
Bei vollständigen Unterlagen fünf bis zehn Werktage in der Free Zone, drei bis sechs Wochen im Mainland. Bis zum einsatzbereiten Konto zwei bis drei Monate.
Was kostet die Gründung?
Free Zone ab AED 16.000 im ersten Jahr, Mainland ab AED 30.000. Unser Komplettpaket liegt bei 9.999 EUR ohne Visum und 12.500 EUR mit ein bis zwei Visa.
Hinweis
Die Angaben auf dieser Seite geben den allgemeinen gesetzlichen Rahmen der VAE wieder und ersetzen keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Ob Ihr Unternehmen als Qualifying Free Zone Person gilt und welche Folgen sich im Wohnsitzstaat ergeben, ist individuell zu prüfen. Stand: 2. September 2026.
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