Dubai ist weltweit bekannt für seine Freihandelszonen, auch als Freezones oder Freihandelsgebiete bezeichnet. Diese sind spezielle Wirtschaftszonen, die eine Fülle von Vorteilen für Unternehmen bieten, die in den VAE ansässig sein möchten.
Für viele Unternehmer aus dem DACH-Raum ist die eigene Freezone-Gesellschaft der erste große Schritt, um rechtssicher von den VAE aus zu arbeiten. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben mehr als 40 anerkannte Freezones. Alle bieten einen klaren gesetzlichen Rahmen: volle Gesellschafterrechte ohne lokalen Partner, ein modernes Unternehmensrecht und ein Steuersystem nach internationalen Standards.
Danho & Partner Wirtschaftskanzlei LLC-FZ begleitet deutschsprachige Unternehmer auf diesem Weg: von der Wahl der richtigen Freezone bis zum fertigen Geschäftskonto.
Eine Freezone (auch Free Zone) ist ein gesetzlich festgelegtes Wirtschaftsgebiet in den VAE mit eigenen Unternehmens- und Zollregeln. Jede Freezone hat ihre eigene Behörde (Authority) und vergibt Lizenzen für bestimmte Tätigkeiten.
Bekannte Beispiele sind die IFZA (International Free Zone Authority), die Meydan Free Zone und das DMCC (Dubai Multi Commodities Centre). Jede setzt eigene Gebühren, Anforderungen und Schwerpunkte. Deshalb sollte die Freezone zu Ihrer Tätigkeit und Ihrer geplanten Struktur passen.
Diese Frage wird oft falsch verstanden. Deshalb hier eine klare Einordnung nach aktuellem Stand.
Dienstleistungen (B2B): Ihre Freezone-Gesellschaft darf Dienstleistungen an Unternehmen im VAE-Festland (Mainland) erbringen und in Rechnung stellen. Bei Consulting, Agenturleistungen oder digitalen Diensten ist das in der Praxis der Normalfall.
Warenhandel ins Inland: Verkaufen Sie physische Waren an Endkunden oder Händler im Festlandmarkt, gelten weiterhin besondere Regeln. Je nach Fall brauchen Sie einen lokalen Distributor, die Einfuhr über den Zoll oder eine zusätzliche Struktur.
Neue Wege seit 2025: Die Dubai Executive Council Resolution No. 11 of 2025 hat neue, offizielle Wege geschaffen. Ihre Freezone-Gesellschaft kann damit auch onshore tätig werden, ohne komplett ins Festland umzuziehen. Das läuft unter Aufsicht des Department of Economy and Tourism (DET), zum Beispiel über eine Mainland-Zweigniederlassung, den Betrieb aus der Freezone heraus oder befristete Genehmigungen (Permits) für einzelne Onshore-Tätigkeiten. Für diese Festland-Aktivitäten führen Sie eine separate Buchhaltung.
Welcher Weg zu Ihrem Geschäftsmodell passt, hängt vom Einzelfall ab. Das klären wir im Erstgespräch.
Für viele Unternehmer aus dem DACH-Raum ist das der entscheidende Punkt. In einer Freezone gehört Ihnen Ihre Gesellschaft zu 100 Prozent. Einen lokalen UAE-Sponsor oder -Partner brauchen Sie gesetzlich nicht. Seit der VAE-Unternehmensrechtsreform gilt das auch für viele Mainland-Aktivitäten. In Freezones ist es aber seit jeher üblich und rechtlich eindeutig geregelt.
Seit dem 1. Juni 2023 gibt es in den VAE eine Körperschaftsteuer (Corporate Tax) von 9 % auf steuerpflichtiges Einkommen. Erfüllt Ihr Freezone-Unternehmen die Voraussetzungen als „Qualifying Free Zone Person“, können Sie für qualifizierende Einkünfte einen Steuersatz von 0 % nutzen.
Compliance-Hinweis: Ob Ihr Unternehmen als Qualifying Free Zone Person gilt, hängt von mehreren Bedingungen ab, unter anderem von ausreichender Substanz, der Art der Einkünfte und einer korrekten Buchführung. Dieser Text ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall. Bitte lassen Sie Ihre Situation von einem qualifizierten Steuerberater prüfen.
Seit 2018 erheben die VAE eine Mehrwertsteuer (VAT) von 5 %. Für viele international erbrachte Dienstleistungen, die Sie aus einer Freezone heraus abrechnen, kann ein Null-Satz gelten. Ob das in Ihrem Fall greift, prüfen wir individuell.
Viele Freezones haben ihre Verfahren digitalisiert. Sind alle Unterlagen vollständig und geht es um eine Lizenz ohne Visa (0-Visa-Lizenz), steht Ihre Gesellschaft in einfachen Fällen schon innerhalb von 24 Stunden. Kommt ein Visum über die Lizenz dazu, dauert es meist 5 bis 7 Werktage.
Die VAE beschränken den Transfer von Gewinnen oder Kapital ins Ausland nicht. Sie können Ihre Gewinne frei ins Ausland überweisen.
Einige Freezones haben ein eigenständiges Common-Law-Rechtssystem mit eigenen Gerichten. Für internationale Unternehmen ist das vertraut und sorgt für Rechtssicherheit, gerade bei grenzüberschreitenden Verträgen.
Eine Freezone-Gesellschaft passt typischerweise zu Unternehmern, die:
Gerade für Online-Unternehmer aus dem DACH-Raum, die ortsunabhängig arbeiten, ist die Freezone oft die richtige Struktur. Braucht Ihr Geschäft dagegen den direkten Zugang zum VAE-Binnenmarkt, etwa für Einzelhandel oder den Warenvertrieb an UAE-Endkunden, passt eine Mainland-Gesellschaft vielleicht besser. Mehr dazu auf unserer Seite Firmengründung Dubai Mainland.
Freezone und Mainland unterscheiden sich vor allem in diesen Punkten:
Diese Übersicht gibt Ihnen eine erste Orientierung. Die richtige Wahl hängt immer von Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer persönlichen Situation ab. Im Erstgespräch erklären wir Ihnen beide Strukturen und sagen, was zu Ihnen passt.
In den VAE gibt es mehr als 40 anerkannte Freezones. Jede hat eigene Lizenzkategorien, Gebühren und Vorgaben zur physischen Präsenz (Office, Flexi-Desk, Virtual Office). Hier die für DACH-Unternehmer wichtigsten:
IFZA (International Free Zone Authority): Breites Lizenzangebot, günstige Gebühren, beliebt bei Beratungs- und Technologieunternehmen. Ein physisches Büro ist nicht zwingend nötig, es gibt Pakete mit Flexi-Desk.
Meydan Free Zone: Günstige Option für Einzelpersonen und kleinere Gesellschaften. Passt für einfache Handels- und Dienstleistungslizenzen und für Online-Unternehmer.
DIFC (Dubai International Financial Centre): Eigenständiges Common-Law-Rechtssystem, Sitz von Danho & Partner. Wir empfehlen sie für Finanzdienstleister, Family Offices, regulierte Tätigkeiten und alle, denen internationales Renommee und Rechtssicherheit wichtig sind. Gründung und laufende Kosten liegen höher als bei anderen Freezones.
DMCC (Dubai Multi Commodities Centre): Die weltweit größte Freezone nach Zahl der Unternehmen. Stark im Commodities-Handel, aber auch für andere Branchen offen.
Die Wahl der Freezone wirkt sich auf die Lizenzkosten aus, auf die Substanzanforderungen für den Qualifying-Status und darauf, wie leicht Ihre Gesellschaft ein Bankkonto bekommt. Wir schauen gemeinsam mit Ihnen, welche Option zu Ihren Zielen passt.
Wir sprechen über Ihr Geschäftsmodell, Ihre Situation und Ihre Ziele. Darauf aufbauend empfehlen wir Ihnen die passende Freezone, die richtige Lizenz und, wenn nötig, eine Gesellschaftsstruktur, die steuerlich und rechtlich zu Ihnen passt.
Für die Gründung brauchen Sie meist diese Unterlagen: Reisepass, Lichtbildausweis und je nach Freezone und Lizenztyp auch einen Wohnsitznachweis und einen Lebenslauf. Wir prüfen Ihre Unterlagen und bereiten den Antrag vor.
Wir reichen den Antrag ein, stimmen uns mit der zuständigen Behörde ab und halten Sie auf dem Laufenden. Bei einer Lizenz ohne Visa (0-Visa-Lizenz) und vollständigen Unterlagen geht das in einfachen Fällen innerhalb von 24 Stunden. Mit Visum über die Lizenz rechnen Sie meist mit 5 bis 7 Werktagen.
Als Gesellschafter Ihrer Freezone-Gesellschaft können Sie ein Investorenvisum für die VAE beantragen. Wir begleiten Sie durch das Visumsverfahren und die Registrierung der Emirates ID. Ohne Emirates ID gibt es kein Bankkonto.
Das Bankkonto in den VAE ist ein eigener Schritt mit eigenen Anforderungen. Wir bereiten Ihre Unterlagen passend für die jeweilige Bank auf und nutzen unsere direkten Kontakte zu lokalen und internationalen Banken. Mehr dazu auf unserer Seite Firmenkonto Dubai.
Nach der Gründung geht es weiter: Lizenz jährlich erneuern, Buchhaltung, VAT-Registrierung (falls nötig) und Corporate Tax Compliance. Diese Aufgaben übernehmen wir für Sie als laufende Betreuung. Mehr dazu unter Corporate Tax Registrierung.
Danho & Partner Wirtschaftskanzlei LLC-FZ ist eine deutschsprachige Wirtschaftskanzlei mit Sitz im DIFC Dubai, Gate Village 3. Gründer und Managing Director Hannes Danho begleitet Unternehmer aus dem DACH-Raum seit mehr als sieben Jahren beim Aufbau ihrer Geschäftstätigkeit in den VAE. Dazu kommen mehr als zehn Jahre eigene unternehmerische Erfahrung.
Was das für Sie heißt: keine anonymen Abläufe, keine reinen Online-Formulare. Hannes Danho spricht Deutsch, Englisch, Arabisch und Aramäisch und kennt die Ansprechpartner bei Behörden und Banken in den VAE persönlich. Das spart Zeit und verhindert Fehler, die ohne lokale Kenntnis schnell passieren.
Viele unserer Mandanten kommen aus dem Online-Bereich: Coaches, Agenturen und digitale Dienstleister, die ihre Struktur in den VAE aufbauen. Diese Geschäftsmodelle kennen wir genau. Wir arbeiten faktenbasiert: Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile jeder Struktur, sprechen Risiken offen an und empfehlen nur, was zu Ihnen passt. Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie unter So funktioniert es und Über uns.
Ein erstes Gespräch kostet Sie nichts außer etwas Zeit. Wir klären, ob eine Freezone-Gesellschaft zu Ihrer Situation passt, welche Freezone die richtige ist und wie die nächsten Schritte aussehen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Freezone und einer Mainland-Gesellschaft in Dubai?
Eine Freezone-Gesellschaft sitzt in einem gesetzlich festgelegten Wirtschaftsgebiet mit eigener Behörde. Sie gehört Ihnen zu 100 Prozent und eignet sich vor allem, wenn Sie international oder online arbeiten. Eine Mainland-Gesellschaft untersteht dem Department of Economy and Tourism (DET) und gibt Ihnen vollen Zugang zum VAE-Binnenmarkt. Welche Struktur besser passt, hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab. Das besprechen wir im Erstgespräch.
Kann eine Freezone-Firma Geschäfte mit Kunden im VAE-Festland machen?
Ja, mit ein paar Unterschieden. Dienstleistungen an Festland-Unternehmen (B2B) sind oft möglich und in der Praxis der Normalfall, etwa bei Beratung, Agenturleistungen oder digitalen Diensten. Beim physischen Warenhandel in den Binnenmarkt gelten besondere Regeln, also Distributor, Zoll oder eine zusätzliche Struktur. Seit der Dubai Executive Council Resolution No. 11 of 2025 gibt es außerdem offizielle Wege für Onshore-Tätigkeit, zum Beispiel eine Mainland-Zweigniederlassung oder befristete Permits. Was für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.
Muss ich für eine Freezone-Gesellschaft in Dubai wohnen?
Nein, für die Gründung müssen Sie nicht in Dubai wohnen. Sie können eine Freezone-Gesellschaft auch als Nicht-Resident gründen. Als Gesellschafter können Sie aber ein Investorenvisum beantragen und Ihren Wohnsitz in die VAE verlegen, wenn das zu Ihren Zielen passt.
Wie hoch sind die Kosten für eine Freezone-Gründung in Dubai?
Eine pauschale Zahl wäre unseriös, denn mehrere Punkte bestimmen den Preis: die gewählte Freezone, der Lizenztyp, die Zahl der Visa und die Frage, ob Sie ein physisches Büro, einen Flexi-Desk oder nur eine Registrierung brauchen. Genau das klären wir im kostenlosen Erstgespräch. Danach erstellen wir Ihnen eine Kalkulation, die zu Ihrer Situation passt, statt Standardpakete, die am Ende nicht passen.
Wie schnell kann ich eine Freezone-Gesellschaft gründen?
Bei einer Lizenz ohne Visa (0-Visa-Lizenz) und vollständigen Unterlagen steht Ihre Gesellschaft in einfachen Fällen innerhalb von 24 Stunden. Mit Visum über die Lizenz dauert es meist 5 bis 7 Werktage. Fehlende Unterlagen oder besondere Aktivitäten können länger dauern.
Zahle ich als Freezone-Unternehmen keine Steuern in den VAE?
Seit dem 1. Juni 2023 gibt es in den VAE eine Körperschaftsteuer von 9 %. Erfüllt Ihr Freezone-Unternehmen die Bedingungen als „Qualifying Free Zone Person“, zahlen Sie auf qualifizierende Einkünfte 0 %. Ob Ihr Unternehmen diesen Status hat, hängt von mehreren gesetzlichen Voraussetzungen ab. Dieser Hinweis ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall.
Kann ich mit einer Freezone-Gesellschaft ein Bankkonto in Dubai eröffnen?
Ja, eine Freezone-Lizenz ist die Grundlage für ein Geschäftskonto bei einer UAE-Bank. Dafür brauchen Sie vollständige Unterlagen, ein nachvollziehbares Geschäftsmodell und, je nach Bank, ein persönliches Gespräch. Wir begleiten Sie dabei. Mehr dazu auf unserer Seite Firmenkonto Dubai.
Hinweis: Die Angaben zu Steuern (vor allem Körperschaftsteuer und VAT) geben den allgemeinen gesetzlichen Rahmen der VAE wieder. Sie ersetzen keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Bitte fragen Sie für Ihre konkrete Situation einen qualifizierten Steuerberater.
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