Firmengründung Dubai Mainland

Direkter Zugang zum gesamten VAE-Markt

Eine Mainland-Gesellschaft gründest du beim Department of Economy and Tourism (DET) in Dubai. Sie darf Kunden in allen Emiraten direkt bedienen, an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen und kann in den meisten Branchen zu 100 % in ausländischer Hand sein. Steuerlich gilt: 0 % Corporate Tax bis AED 375.000 Gewinn, 9 % darüber, dazu 5 % VAT ab der Registrierungspflicht.

Du willst in Dubai nicht nur eine Holding halten, sondern aktiv im lokalen Markt arbeiten, mit Kunden in allen Emiraten, mit eigenem Showroom oder mit Aufträgen von Behörden? Dann ist eine Mainland-Gesellschaft meist die richtige Grundlage. Hier erfährst du, wie die Mainland-LLC funktioniert, was sie kostet, wie sie besteuert wird und wann eine Free Zone besser passt. Stand Oktober 2026.

Was ist eine Mainland-Gesellschaft?

Eine Mainland-Gesellschaft (auch Onshore-Gesellschaft) gründest du in Dubai beim Department of Economy and Tourism (DET, früher DED). Rechtsgrundlage ist das Gesellschaftsgesetz der VAE, Federal Decree-Law No. 32 of 2021 on Commercial Companies. Mit der Mainland-Lizenz darfst du Kunden in allen Emiraten direkt bedienen. Willst du in einem anderen Emirat einen eigenen Standort eröffnen, brauchst du dort eine Zweigniederlassung.

Die häufigste Rechtsform ist die Limited Liability Company (LLC). Sie hat mindestens einen und höchstens 50 Gesellschafter, das können natürliche oder juristische Personen sein. Die Haftung der Gesellschafter ist auf ihre Einlage beschränkt. Ein festes gesetzliches Mindestkapital gibt es für die LLC nicht, für einzelne Tätigkeiten kann die Behörde aber ein bestimmtes Kapital verlangen.

100 % Eigentum: was seit 2021 gilt

Lange brauchte eine Mainland-LLC einen emiratischen Gesellschafter mit mindestens 51 % der Anteile. Diese Pflicht ist seit 2021 abgeschafft. Heute können ausländische Gesellschafter eine Mainland-LLC in den meisten Branchen zu 100 % halten.

Ausgenommen sind die sogenannten Tätigkeiten mit strategischer Bedeutung (Strategic Impact Activities) nach Cabinet Resolution No. 55 of 2021. Dazu gehören unter anderem Sicherheit und Verteidigung, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Gelddruck sowie Dienstleistungen rund um Hadsch und Umrah. Hier entscheiden die Behörden im Einzelfall über Eigentumsquoten und Auflagen.

Das Dubai DET führt außerdem eine Liste mit über 1.000 Tätigkeiten, für die 100 % ausländisches Eigentum ausdrücklich zugelassen ist (Positive List). Steht eine Tätigkeit nicht auf dieser Liste, ist 100 % Eigentum nicht automatisch ausgeschlossen, die Behörde entscheidet dann im Einzelfall. Bei bestimmten Berufslizenzen, etwa für Einzelunternehmen, kann je nach Tätigkeit noch ein lokaler Servicepartner (Local Service Agent) verlangt werden. Er hält keine Anteile und wird vertraglich vergütet. Was für deine Tätigkeit gilt, klären wir vor dem Antrag.

Rechtsformen und Lizenztypen im Mainland

RechtsformTypischer Einsatz
Limited Liability Company (LLC)Standard für operatives Geschäft mit einem oder mehreren Gesellschaftern
Einzelunternehmen (Sole Establishment)Einzelperson mit unbeschränkter Haftung, vor allem für freiberufliche Tätigkeiten
ZweigniederlassungNiederlassung einer ausländischen Gesellschaft oder einer Free-Zone-Gesellschaft im Mainland

Zusätzlich wählst du je nach Tätigkeit die passende Lizenzart:

  • Handelslizenz (Commercial): Import, Export, Groß- und Einzelhandel, Distribution
  • Berufslizenz (Professional): Beratung, IT, Marketing, Architektur und andere Dienstleistungen
  • Industrielizenz (Industrial): Produktion, Verarbeitung, Fertigung
  • Tourismuslizenz: Reisebüros, Tourismusdienstleistungen und Hotellerie

Eine falsch gewählte Tätigkeit führt später zu Problemen bei Bank, Visa oder Behördenprüfungen. Deshalb legen wir die Tätigkeiten gemeinsam mit dir fest.

Büro und Ejari

Für eine Mainland-Lizenz brauchst du Geschäftsräume im Emirat. Der Mietvertrag wird über das Ejari-System registriert. Die Bürofläche bestimmt maßgeblich, wie viele Visa die Gesellschaft beantragen kann. Für kleinere Gesellschaften gibt es Business-Center mit Ejari-fähigen Büroflächen. Ob eine solche Lösung für deine Tätigkeit zulässig ist, hängt von der Lizenzart ab. Für Lager, Showrooms oder Gastronomie gelten eigene Anforderungen.

Steuern einer Mainland-Gesellschaft

Eine Mainland-Gesellschaft ist in den VAE voll steuerpflichtig. Die wichtigsten Punkte:

SteuerRegel
Corporate Tax0 % auf den steuerpflichtigen Gewinn bis AED 375.000 (Freibetrag), 9 % auf den darüber liegenden Teil. Jede Gesellschaft muss sich registrieren und eine Steuererklärung abgeben.
Small Business ReliefAuf Antrag für Gesellschaften mit höchstens AED 3 Mio. Umsatz in der Periode und in allen Vorperioden, für Steuerperioden, die am oder vor dem 31.12.2029 enden. Ausgeschlossen sind Mitglieder multinationaler Konzerne.
VAT5 %. Registrierungspflicht ab AED 375.000 steuerpflichtigem Umsatz in 12 Monaten, freiwillige Registrierung ab AED 187.500.
EinkommensteuerKeine Einkommensteuer auf dein Gehalt oder deine privaten Kapitalerträge in den VAE.

Die früheren Economic Substance Regulations wurden für Perioden, die nach dem 31.12.2022 beginnen, aufgehoben. Mehr dazu im Lexikon unter Corporate Tax VAE und Small Business Relief. Die Registrierung übernehmen wir über unseren Service Corporate Tax Registrierung, die laufenden Pflichten über die Buchhaltung in Dubai.

Mainland oder Free Zone?

Das ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung. Die Antwort hängt vor allem davon ab, wo deine Kunden sitzen.

KriteriumMainlandFree Zone
BehördeDET Dubaijeweilige Free-Zone-Behörde
Kunden im VAE-Festlanddirekt und uneingeschränktnur eingeschränkt oder mit Zusatzgenehmigung
Eigentumin den meisten Branchen 100 %100 %
BüroGeschäftsräume mit EjariFlexi-Desk oder Büro in der Zone
Corporate Tax0 % bis AED 375.000, 9 % darüberwie Mainland, 0 % auf qualifizierende Einkünfte nur als Qualifying Free Zone Person
VAT5 %5 %, Sonderregeln nur in Designated Zones für bestimmte Warenlieferungen
Staatliche Aufträgemöglichin der Regel nicht direkt

Wichtig für Dienstleister: Eine Free-Zone-Gesellschaft, die vor allem Kunden im Festland bedient, erzielt meist keine qualifizierenden Einkünfte. Der Satz von 0 % fällt dann weg und es gelten wie im Mainland 9 % auf den Gewinn über AED 375.000. Seit 2025 gibt es in Dubai außerdem eine Genehmigung, mit der Free-Zone-Gesellschaften unter Auflagen im Festland tätig werden können. Ob das für dich sinnvoll ist oder ob du direkt im Mainland gründest, hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Die Alternative findest du unter Firmengründung Dubai Free Zone, den Vergleich im Lexikon unter Freezone vs. Mainland.

Wann die Mainland-Gesellschaft passt

  • Du verkaufst an Kunden in den VAE. Handel, Bau, Gastronomie, Immobilien oder lokale Dienstleistungen laufen über das Mainland ohne Umwege.
  • Du willst Aufträge von Behörden. Viele öffentliche Ausschreibungen setzen eine Mainland-Lizenz voraus.
  • Du brauchst Standorte vor Ort. Showrooms, Filialen oder Lager im ganzen Land sind mit dem Mainland einfacher umzusetzen.
  • Deine Branche verlangt es. Einige regulierte Tätigkeiten, etwa im Gesundheits- oder Bildungsbereich, laufen überwiegend über das Mainland.

Arbeitest du dagegen überwiegend international, etwa als Online-Unternehmer, Coach oder Agentur mit Kunden im Ausland, ist eine Free Zone oft die einfachere Lösung.

Der Gründungsablauf Schritt für Schritt

  1. Struktur klären: Tätigkeit, Gesellschafter, Standort und steuerliche Ausgangslage. Dabei prüfen wir auch, ob Mainland allein oder eine Kombination mit einer Free Zone sinnvoll ist.
  2. Handelsname und Vorabgenehmigung: Reservierung des Handelsnamens und Initial Approval beim DET.
  3. Gesellschaftsvertrag: Erstellung und notarielle Beurkundung des Memorandum of Association (MOA).
  4. Büro und Ejari: Anmietung der Geschäftsräume und Registrierung des Mietvertrags.
  5. Zusatzgenehmigungen: Je nach Tätigkeit Genehmigungen weiterer Stellen, etwa Dubai Municipality, Dubai Health Authority oder KHDA.
  6. Lizenz: Ausstellung der Handelslizenz durch das DET.
  7. Nach der Lizenz: Establishment Card, Registrierung beim Arbeitsministerium, Visa über ICP bzw. GDRFA, Firmenkonto sowie Registrierung für Corporate Tax und gegebenenfalls VAT.

Mehr dazu unter Dubai Residency und Firmenkonto Dubai.

Was kostet eine Mainland-Gründung?

Eine pauschale Zahl wäre unseriös. Die Kosten hängen ab von der Tätigkeit und Lizenzart, den Behördengebühren, der Miete für die Geschäftsräume, der Zahl der Visa, eventuellen Zusatzgenehmigungen und der notariellen Beurkundung. Dazu kommen laufende Kosten für Lizenzverlängerung, Buchhaltung und Steuererklärungen. Im Erstgespräch erstellen wir dir eine transparente Aufstellung für dein Vorhaben.

Warum Danho & Partner

Danho & Partner ist eine deutschsprachige Wirtschaftskanzlei mit Sitz in der Meydan Free Zone, Dubai. Seit über 7 Jahren begleiten wir Unternehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit über 1.000 Gründungen.

  • Wir klären die Struktur vorab, damit Lizenz, Bank und Steuern zusammenpassen.
  • Wir koordinieren Behörden, Notartermine und Übersetzungen.
  • Wir übernehmen auf Wunsch die Steuerregistrierung und die laufende Buchhaltung.
  • Wir arbeiten im Verbund mit deutschen Steuerberatern, damit auch die deutsche Seite stimmt.

Häufige Fragen zur Mainland-Gründung in Dubai

Kann ich als Ausländer eine Mainland-LLC zu 100 % besitzen?

Ja, in den meisten Branchen. Ausgenommen sind die Strategic Impact Activities, zum Beispiel Banken, Versicherungen, Telekommunikation oder Verteidigung. Ob deine Tätigkeit betroffen ist, prüfen wir vorab.

Brauche ich einen lokalen Sponsor?

Einen emiratischen Mehrheitsgesellschafter brauchst du in den meisten Fällen nicht mehr. Bei bestimmten Berufslizenzen kann ein Local Service Agent verlangt werden, der keine Anteile hält.

Wie viele Gesellschafter kann eine Mainland-LLC haben?

Mindestens einen und höchstens 50. Gesellschafter können natürliche oder juristische Personen sein.

Brauche ich ein echtes Büro?

Ja. Für die Mainland-Lizenz brauchst du Geschäftsräume im Emirat mit einem über Ejari registrierten Mietvertrag. Die Größe bestimmt auch die Zahl der möglichen Visa.

Wie wird eine Mainland-LLC besteuert?

Mit 0 % Corporate Tax auf den Gewinn bis AED 375.000 und 9 % auf den darüber liegenden Teil. Ab AED 375.000 steuerpflichtigem Umsatz kommt die Pflicht zur VAT-Registrierung dazu, der Satz beträgt 5 %.

Ist eine Free Zone steuerlich besser?

Nicht automatisch. Free-Zone-Gesellschaften zahlen grundsätzlich ebenfalls 9 % auf Gewinne über AED 375.000. Der Satz von 0 % gilt nur für qualifizierende Einkünfte einer Qualifying Free Zone Person. Dienstleistungen an Festland-Kunden gehören in der Regel nicht dazu.

Erstgespräch vereinbaren

Du willst wissen, ob Mainland oder Free Zone für dein Geschäft besser passt? Vereinbare ein Erstgespräch mit Danho & Partner. Wir sehen uns dein Geschäftsmodell an und empfehlen dir die Struktur, die rechtlich und steuerlich zu dir passt.

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information (Stand Oktober 2026) und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

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Free Zone oder Mainland: die wichtigsten Unterschiede

Beide Strukturen haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, wo deine Kunden sitzen und welche Einkünfte du erzielst. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick, Stand Oktober 2026:
Freezone-Firma
Mainland-Firma
Geschäftstätigkeiten:
Steuern:
Büro- und Standortvorschriften:
Arbeitskräftevorschriften:
Geschäftsführung und Corporate Governance:
Niederlassungen und Tochtergesellschaften:
Freezones haben spezifische Lizenzkategorien, die bestimmte Geschäftstätigkeiten abdecken. Die Geschäftstätigkeiten sind oft auf die spezialisierten Branchen der Freezone ausgerichtet.
Seit dem 1. Juni 2023 gilt auch in Freezones die Körperschaftsteuer. Erfüllt die Gesellschaft die Voraussetzungen als Qualifying Free Zone Person, beträgt der Satz auf qualifizierende Einkünfte 0 %, andernfalls 9 % über AED 375.000. Registrierung, Buchführung und Steuererklärung sind auch bei 0 % verpflichtend. Die Mehrwertsteuer von 5 % kann je nach Leistung ebenfalls anfallen.
Freezones haben oft flexible Regelungen bezüglich Bürostandorten und können auch virtuelle Büros anbieten.
Freezones haben normalerweise weniger strikte Vorschriften bezüglich der Anstellung von Ausländern und Visa-Bestimmungen für Mitarbeiter.
Freezones haben oft vereinfachte Corporate-Governance-Anforderungen und weniger formale Verfahren.
Eine Freezone-Firma kann Niederlassungen außerhalb der Freezone gründen, jedoch unterliegen diese Niederlassungen den Regeln der entsprechenden Mainland-Behörden.
Eine Mainland-Firma kann in den meisten Wirtschaftszweigen tätig sein und hat eine breitere Palette von Geschäftsmöglichkeiten.
Eine Mainland-Firma unterliegt der Körperschaftsteuer: 0 % bis AED 375.000 steuerpflichtigem Gewinn, darüber 9 %. Der Nullsatz für Freezones steht ihr nicht offen. Die Mehrwertsteuer von 5 % gilt für die meisten Geschäftsvorfälle im Inland, die Registrierungspflicht beginnt ab AED 375.000 Jahresumsatz.
Eine Mainland-Firma muss einen physischen Bürostandort in den VAE haben.
Bei einer Mainland-Firma gelten die allgemeinen Arbeitskräftevorschriften der VAE.
Eine Mainland-Firma unterliegt umfassenderen Corporate-Governance-Regeln und Formalitäten.
Eine Mainland-Firma kann Tochtergesellschaften in den VAE und im Ausland gründen.

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